Dienstag, 13. November 2012

Whale watching I & deutsches Bier

Ein drittel meiner Zeit in Australien oder die Hälfte meiner Schulzeit hier in Manly ist nun schon vorbei. Auch diese Woche war wieder einiges los, viele Hausaufgaben aber auch einige tolle und lustige Momente.

Montag vor einer Woche war ein "ganz normaler" Montag mit einem langen Schultag. Am Nachmittag an diesen Schultagen lösen wir jeweils alte FCE Examen aus mind. 1 bis 2 Bereichen, also z.B. Use of English und Reading. Das hilft für das Zeitmanagement und zur Vertiefung der Theorie am Morgen. Allgemein wird der Nachmittag zur Vertiefung der Grammatik und alle dem genutzt und das finde ich gut. Wir machen Spiele zum Satzaufbau oder ähnlichem. So geht die Zeit immer schnell vorbei. Heute Abend war noch Skypen mit Rahel angesagt. So konnte sie mir die wichtigsten Instruktionen für ihre Wohnung geben und wir hatten uns auch sosnst einiges zu erzählen. War schön :) Ich freue mich auf meinen Besuch zu Beginn des Dezembers in Brisbane. Danach waren, wie die ganze Woche, ein haufen Hausaufgaben angesagt und ich habe vor lauter Hausaufgaben sogar die erste halbe Stunde von Castle verpasst. Heieiei... Am Dienstag war Melbourne Cup Day, ein Pferderennen in Melbourne ist der Grund. Das heisst dass sich die Australierinnen herausputzen mit farbigen Kleidern und ausgefallenen Hüten. Die Männer erscheinen mit Anzug und schicker Kravatte. Das war sehr lustig zum beobachten am Morgen im Buss, in der Schule bei den Lehrern und am Nachmittag dann in der City. In der Schule am Morgen haben wir noch ein traditionelles Wettspiel gemacht, welches oft in Büros oder Familien gespielt wird. Jeder von uns musste für je 2$ 2 Pferde "kaufen" welche man aus einem Hut ziehen musste. Ich hatte Nummer 11 und 13. Und jenachdem wie gut dass das Pferd war konnte man dann per Zufall etwas gewinnen. Der erste Platz bekam 28$, der zweite 14$ und der dritte 6$. Der Rest ging leer aus. Wir haben dann alle unsere Namen neben die Namen unserer Pferde geschrieben und nun hiess es abwarten. Den Nachmittag habe ich mir frei gegönnt und anstatt das Pferderennen zu schauen wollten Sami und ich uns den Walen zuwenden. Wir entschieden uns für eine 2h Wet-n-Wild-Tour mit einem kleineren Boot. Bis das Bott uns im Hafen abholen kam, haben wir uns noch etwas das bunte Treiben entlang des Hafen angeschaut. Einmalig :) all diese herausgeputzten Damen und Herren. In Victoria ist dies sogar ein Feiertag, in New South Wales machen viele Läden und Büros am Nachmittag ab halb 3 zu, obwohl es kein offizieller Feiertag wäre.
running Sushi, ein beliebtes Mittagessen

bunt gekleidete Menschen an einem der vielen Wettstände am Hafen

wunderschöner Nachmittag
Mit ein paar Minuten Verspätun kam unser Schiff und holte uns ab. Es gab ein paar Instruktionen über die Sicherheit und wir mussten etwas unterschreiben, welches bestätigt dass wir keine Nacken-, Schulter-, Rücken- und was auch immer für Probleme haben. Dann sagte uns unsere Guide auch gleich dass heute das Meer sehr unruhig sei und es gut sein kann dass wir umdrehen müssen wenn es zu gefährlich wird und wir dann einen neuen Trip offeriert bekommen, umsonst. Also gut, es ging los. Im Boot waren etwa 20 Personen, aber wir beide waren die einzigen die einigermassen ausgerüstet waren mit Regenjacke, langen Hosen und Sami hatte sogar eine Mütze dabei. Nur schon im Hafen selber war es ziemlich holperig und das Boot war einige Male etwas in der Luft. Das konnte ja noch heiter werden. Und sobald wir in die Nähe des offenen Meeres kamen wurden die Wellen noch höher und das Meer noch unruhiger und so bald wir etwas aus der Bucht draussen waren, waren die Wellen höher wie unser Boot. Nur schon bis hier waren einige sehr mit Meerwasser getränkt und die ersten waren auch schon Seekrank. Zum Glück bin ich da nicht so empfindlich und ab und zu ein Blick zum Horizont hat noch niemandem geschadet. Und so sind wir etwas im Meer herumgefahren und haben einmal einen Wal von weitem gesehen. Dann mussten wir umdrehen da es zu gefährlich wurde. Die Wellen waren zum Teil höher wie unser Schiff und ein bisschen mulmig wurde es auch mir dann einbisschen. Auch auf der Rückfahrt war ich froh um meine Regenjacke und habe mich so ziemlich eingemummelt, dass ich nicht all zu nass werde. Unter der Harbour Bridge durch fuhren wir dann zurück im Hafen und wir waren beide froh wieder festen Boden unter den Füssen zu haben. Wir haben aber aufgrund der Wellen so gut wie keinen Wal gesehen, aber das Erlebnis an sich war schon unvergesslich. Und so bekamen wir einen Voucher welcher noch bis Ende Jahr gültig ist. Mal schauen ob ich noch einmal gehe. Und wenn dann sicher mit dem grossen Schiff. Nun ging es für mich mit dem Bus nach Hause und auf eine Dusche freute ich mich sehr, um all das Salz aus meinem Gesicht und sonst wo zu bekommen.
unser Guide des Vertrauens
s'Boot im Darling Harbour

Fahrt unter der Harbour Bridge, Blick auf Luna Park
Am Mittwoch war wieder ein langer Schultag angesagt und der verging wie im Flug. An diesem Nachmittag hätte ich zum ersten Mal das Use of English bestanden, aber ansonsten ist das sooooo schwer. Auf dem Nachhauseweg habe ich es endlich geschafft ein paar dieser tollen farbigen Vögel (Rainbow Lorikeet) zu fotografieren die mich hier regelmässig am Morgen bei Sonnenaufgang um meinen Schlaf bringen. Als ich nach Hause kam war niemand da und irgendwie hatte ich das Gefühl nun endlich einmal wieder etwas sportliches tun zu müssen. Manchmal steige ich ein oder zwei Stationen früher aus dem Bus aus, aber das alleine macht es noch nicht wett. Zum Glück kocht Julie sehr abwechslungsreich und es gibt immer Gemüse. Aber die tägliche Bewegung die ich in meinem Job habe die fehlt mir. Das ewige Sitzen in der Schule, im Bus und am Strand bin ich mich nicht mehr gewohnt. Mein Körper braucht Bewegung. Und was gibt es da naheliegenders wie zu Joggen. Ja ihr habt da nichts falsch Verstanden, ich welche das Joggen ja so liebt hat sich entschlossen Joggen zu gehen. Es war tolles Wetter, der Wind wehte einem ins Gesicht und mit etwas Musik in den Ohren ging es ganz leicht. Am Anfang... doch ich habe die hohe Luftfeuchtigkeit, die Temperatur (ja der Wind der Wind der lässt einem die 26° vergessen) und auch die Hügel hier im Quartier unterschätzt und nach 40min war ich total erschöpft. Ja vielleicht hätte ich besser nur 20min Joggen sollen, ich sollte ja wissen dass die Fitness schnell nachlässt wenn man nichts mehr macht. Aber ja, so ist es halt. Auf alle Fälle hat es gut getan und das "good Girl" von Julie hat mich auch motiviert, aber nun war eine Dusche dringest notwendig. So geschwitzt habe ich das letzte Mal im Sommer in einer Zumbastunde als es so schwül warm war draussen oder in einer Sauna. Auch 2h später war meine Gesichtsfarbe noch leicht rot ;-) So tief und gut wie in dieser Nacht habe ich schon lange nicht mehr geschlafen.
finde den Vogel...
Am Donnerstag habe ich per Zufall erfahren dass eine ehemalige Schulkollegin aus der Physioschule aus in Manly ist seit dem 1.11 und wir trafen uns später sogar. Zu erst war nun ein Morgen in der Schule angesagt. Danach habe ich mich zum Mittagessen mit Sami getroffen. Er wollte Manly und vorallem den Manly Beach auch mal sehen und hat es nicht bereut. Auf der Fähre hat er 2 Deutsche Mädels angetroffen und denen habe ich noch ein paar Tipps für den North Head von Manly gegeben und die sind dann los. Sami und ich haben zuerst etwas den Beach genossen und sind später zu unserem Mittagessen: Sushi-Roll. Das ist super lecker und günstig. Eine Rolle kostet zwischen 2$ und 3.50$ und die kann man dann essen wie ein Dürüm oder so, nur etwas kleiner. Das Wetter war super und so konnten wir uns auf dem Corso auf eine Bank setzen. Er hatte mir ein paar lustige Sachen von seiner ersten und einzigen Nacht in einem Hostel zu erzählen. Oho, mal schauen was da noch auf mich zukommt ;) danach musste er zurück in die Stadt da er heute Abend wieder zurück nach Melbourne zu seinem Cousin fliegt. Habe ihn noch zur Fähre begleitet und bin dann noch einmal zurück in die Schule um im Study Centre mit meinem Lehrer mein Writing zu besprechen. Danach traf ich Tanja und eine ihrer Mitschülerinnen, Daniela, am Corso. Wir hatten uns viel zu erzählen und einige News auszutauchen. Sie ist an einer anderen Schule wie ich und ihr Stundenplan ist nicht so toll wie meiner (sie haben jeden Tag bis 14:30 Schule, dafür am Morgen 2 Lektionen Study Centre, was ich am Nachmittag 3 x pro Woche habe, also Selbststudium). Also merkt euch, lieber Kaplan College wie Navitas in Manly. Auch ist meine Schule am Strand und ihre in einer Seitenstrasse. Hehe. Wir gingen ein bisschen in die Läden da zur Zeit überall Ausverkauf ist. Aber teuer ist es doch immer noch. Wir haben dann auch festgestellt dass sie auf den gleichen Bus muss wie ich, da sie in Freshwater wohnt. Aber da ihre Schule 10min vor meiner beginnt, ist sie immer auf dem früheren Bus wie ich. Darum haben wir uns diese Woche noch nicht gesehen. Nachdem Tanja ausgestiegen ist habe ich mit einer Schweizerin aus meiner Schule ein bisschen geplaudert. Sie heisst Claudia und wohnt in Dee Why und ist mit einem Toggenburger verheiratet. Wir kamen ins Gespräch und da sie auch noch nicht mal eine Woche da ist, war sie noch nicht in Sydney und so habe ich ihr angeboten am Samstag die Stadt zu zeigen. Das war ein erlebnisreicher Tag mit vielen tollen geplanten und spontanen Begegnungen.
Sushi Roll
Fairlight Beach
Nun ist auch schon wieder Freitag. Dieser Schulmorgen geht meist schnell vorbei, da die Hälfte der Klasse nicht anwesend ist, weil sie am Abend vorher im Shore Club gefeiert haben. Und so war es auch diesen Freitag nicht anders. Um halb 9 war gerade Mal ein Drittel der Klasse anwesend und in der Pause kamen dann noch ein oder zwei dazu. Das gute ist, dass so der Lehrer immer genug Zeit hat um auf die Fragen aus der Klasse einzugehen. Am Mittag habe ich mein Sandwich draussen in einer Seitenstrasse, weit weg von den frechen Möwen mit 2 Japanern, 2 Japanerinnen und 1 Thai gegessen. Es war lustig. Für den Nachmittag habe ich mich sowieso mit Patty, der lieben Thailänderin aus Bangkok, verabredet. Wir wollten etwas zusammen unternehmen. Zu erst war der Zoo unser Plan, aber da dann das Wetter ziemlich unsicher wirkte, gingen wir etwas Chillen an den Fairlight Beach. Die beiden Japaner Tomoyuki und Tatsuya Makie haben sich uns angeschlossen. Es war ein gemütlicher Nachmittag und wir haben unsere Kulturen und Länder ein wenig verglichen. Als dann immer mehr graue Wolken aufzogen beschlossen wir dass es Zeit ist für ein T.G.I.F. Beer und am Manly Wahrf war ein Bavarian Beer Cafe und dort wollten sie unbedingt hin. So sassen wir dann zufriedern, jeder mit 5dl Bier (zu einem stolzen Preis von 11$ pro Glas) im Trockenen während es richtig schüttete. So schnell wie es kam, so schnell verging es auch wieder und die Sonne kam wieder hervor. Wir waren alle noch an unserem Bier und so blieben wir noch etwas. Zum Glück, denn schon kam der zweite Regenguss des Tages. Danach musste Tatsuya Makie zur Arbeit und Tomoyuki war müde. Patty und ich wollten noch etwas an den Manly Beach um die Sonne zu geniessen. Die nun auch wieder zum Vorschein kam und der Himmel war wieder so blau wie nie zu vor. Ein kurzer Stopp im Coles um Chips und etwas Soda zu kaufen und dann setzten wir uns noch eine Weile an den Beach und liessen den Tag chillig ausklingen.
chilly
Prost! Bavarian Bier Cafe
Patty und ich am Manly Beach
Der Bericht und Bilder vom Wochenende folgen auch bald. War am Samstag in Sydney und am Sonntag in Palm Beach und an einem Geburtstags-BBQ am Shelly Beach.
bin zum Glück für jedes Wetter grüstet :)

1 Kommentar:

  1. Hallo Benny, vielen lieben Dank für deine unterhaltsamen Berichte. Bin immer ganz gespannt was als nächstes kommt :-)
    Wünsche dir weiterhin viel Spass und tolle Begegnungen. Schicke dir herzliche und sonnige Grüsse aus Luzern

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