Sonntag, 28. Oktober 2012

Alltag & Bondi Beach

Meine 1. von 9 Wochen in Australien ist schon um. Ein kurzes Review der letzten 7 Tage und was mir hier tagtäglich so alles auffällt und begegnet. In Sydney war ich nun auch für 1 Nachmittag und heute am Bondi Beach.

Im Busfahren bin ich nun schon Profi. Was ich am ersten Tag noch nicht wusste war, dass man an der Bushaltestelle den Arm ausstrecken muss und somit dem Busfahrer/in ein Zeichen gibt dass man gerne einsteigen möchte. Zum Glück war ich am ersten Tag nicht alleine welche auf den 136 Bus nach Manly musste. So wurde das für mich erledigt und am nächsten Morgen ist mir das aufgefallen bei dem Bus der vor meinem Bus fährt und die Dame die dort eingestiegen ist. So, nun weiss ich das auch und es funktioniert wirklich. Auch habe ich schon gesehen dass der Bus wirklich vorbeifährt wenn man selber nicht genug aufmerksam ist und sein Bus nicht genug früh erkennt. Ansonsten ist das Busfahren eine lustige Sache. Mein Bus fäht mal direkt aufs Meer zu, dann mal dem Meer entlang, dann wieder quer durch ein Quartier, mal hoch, mal runter, dann wieder ans Meer und so weiter. Erinnert mich ein bisschen ans Busfahren in San Francisco. Bis er dann endlich die letzte scharfe Kurve bei Queenscliff nimmt und nach Manly runter fährt. Bei einer der vielen Haltestellen am Manly Beach steigen dann viele Schweizer, ein paar Japaner und ich aus. Von dort ist es ein Katzensprung 1 x über die Strasse zur Schule.

Wenn ich gerade beim Erzählen von Schweizern und Busfahren bin. Diese Woche hatte ich an 2 Morgen die „Möglichkeit“ ein wenig einem Gespräch von mehreren jungen Schweizer Damen zuzuhören. Sie berieten am Morgen früh im Bus wie sie der Hostfamily und auch der Schule klar machen können dass sie nun gerne von der Hostfamily weg zusammen in eine Wohnung ziehen möchten. Sie hatten aber weder ein Bett noch sonst war und das war nun auch ein grosses Thema. Würde es sich lohnen aus der Hostfamily weg zu gehen und mit dem Geld die Wohnung, eine Schlafmöglichkeit und Essen zu bezahlen. Diese Argumente waren ihnen aber nicht so wichtig, wichtiger war mehr dass sie ja noch Jung waren und gernen Party machen und lieber in der Nähe der Bars und der Schule wohnen wollen und nicht so weit draussen bei der Hostfamily. Am Ende der Woche habe ich sie nicht mehr im Bus gesehen. Wer weiss was sie nun machen :)
"meine" Bushaltestelle

please signal driver :)
Was hier wirklich toll ist. Ist die Möglichkeit überall in Manly rund um die Hauptfussgängerzone, Corso genannt, die Wasserflasche mit frischem Wasser auffüllen zu können. Das spart ein Haufen Geld und ich habe von meiner Hostfamily eine tolle Aluflasche geliehen bekommen. So kann ich diese jederzeit auffüllen. Das ist super. Denn ansonsten ist das Leben hier eher teuer. 6dl Cola kosten im Supermarkt 4$ und auch sonst sind die Preise für Mittagessen hier mit denen in der Schweiz vergleichbar. Aber das wusste ich ja schon. Mein Mittagessen ist meist Sushi oder sonst was schnelles zum Essen. Doch Sushi hat es hier zu hauf und es schmeckt halt wirklich gut. So gönne ich mir das. Ein Japanisches Restaurant haben wir auch schon entdeckt bei welchem man für 10$ ein Lunchspezial haben kann. Ein Menü mit Misosuppe. Das ist auch lecker. Mal schauen was wir nächste Woche noch so alles entdecken.
Trinkwasserspender
Am Freitagmittag habe ich noch kurz 1h etwas Selbststudium gemacht in der Schule und ein paar Aufgaben zu use of Englisch gelöst. Danach habe ich beschlossen, auch wenn das Wetter nicht so toll aussah, mit der Fähre nach Sydney zu fahren. Da die Fährenfahrt ja in meinem MyMultiTicket inbegriffen ist. So bin ich dann zum Manly Wharf gelaufen und habe dort die nächste Fähre genommen. Beim Warten konnte ich dann noch schnell das leckere Chicken-Sandwich essen welches mir Julie am Morgen gemacht hatte. Lecker. Auf der Fähre war es ziemlich winig und ich war einmal mehr froh dass ich meine Wind- und Regenfeste Jacke mitdabei hatte. Beim Übergang von der Bucht vor Manly zur Bucht von Sydney war es ziemlich wellig und die Fähre geriet einige Male etwas ins Schwanken. Es gibt verschiedene Fähren die zwischen Manly und Sydney pendeln. Gross oder Kleine. Das kommt ganz auf die Zeit an. Es gibt auch eine Superschnelle Fähre, welche den Weg in der Hälfte der Zeit also 15min schafft. Doch diese kostet extra und ist mehr für die Pendler gedacht. Auf beiden Fähren jedoch gibt es Gratis Wifi und das finde ich super. So kann ich überall noch schnell mein Whats App checken. Oder ein Bild vom Opera House direkt versenden.
Reiseführer und Sandwich
Aussicht auf Sydney von der Fähre
 Von der Fähre aus hat man dann einen tollen Blick auf die Skyline von Sydney welche immer näher kommt und man sieht das Opera House schon von weitem. Und dann fährt man direkt davor vorbei und alle Touristen inkl. Mir versuchen natürlich ein gutes Foto zu bekommen trotz der Wellen und des Windes. Am Circular Quai angekommen bin ich dann erst mal zum Infobüro des öV von Sydney, da ich mir dort ein Monats MyMulti kaufen möchte und ich im Internet gesehen habe dass man diese nur an den grossen Rail Center kaufen kann und nicht wie den Day oder Weekly in vielen Newspapershops. Dort wurde ich dann an die normalen Ticketverkaufstellen weitergeleitet und dort konnte ich dann mein Ticket für den nächsten Monat kaufen. Also eigentlich gilt es nur 28 Tag ab dem Datum wenn man das Ticket zum ersten Mal nutzt. Aber es ist günstiger wie jede Woche ein Ticket kaufen zu müssen. Nachdem das Geschäftliche erledigt war ging es über zum gemütlichen Teil. Nun kam sogar ab und zu die Sonne etwas hinter den Wolken hervor. Mein erstes Glace in Sydney musste her und danacht lief ich gemütlich zum Opera House. Ein tolles Gefühl dieses Gebäude von so nah endlich mit den eigenen Augen zu sehen. Ein paar Fotos mussten natürlich auch gemacht werden. Von hier aus hat man auch einen tollen Blick über den Hafen und auf die Harbour Bridge sowie das älteste Stadtviertel „The Rocks“. Heute waren viele Segelschiffe unterwegs, na bei dem Wind war das auch nicht weiter erstaunlich. Nun wurde ich noch von 2 Philippinern und 1 Philippina angesprochen ob sie ein Foto mit mir machen dürften (haha Ziz kennst du das noch von Bali? ;-)) Da ich ja ein freundlicher Mensch bin und nicht Nein sagen kann durften alle 3 einzeln mit mir ein Foto machen, jeweils mit der eigenen Kamera. Am Schluss bedankten sie sich herzlich bei mir und sagten mir, dass ich ihnen a dream come true erfüllt habe. Na toll, ein paar Pluspunkte für mein Karma.
Opera House
Circular Quay
Harbour Bridge
Einmal rund um das Opera House herum und dann auf in Richtung Royal Botanical Garden. Hier gibt es einiges zu sehen. Einige Aussichtspunkte von denen man aus einen guten Blick auf das Opera House und die Harbour Bridge haben soll, die spare ich mir aber für einen Tag mit besserem Wetter und somit besserem Licht. Ein Palmen Haus und das Tropical Haus waren eigentlich mein Ziel. Am Schluss bin ich beim Governmenthaus hängen geblieben. Ich wollte eigentlich nur mal dieses Schlossähnliche Ding begutachten und dann habe ich gesehen dass man da eine kostenlose Führung im Inneren des Hauses machen kann. Gesehen, getan. Das war spannend. Es war einen lustige Truppe, eine Mischung aus Amis, Iren, Engländern, Spanier und 2 Australier. Wir wurden von einem Guide, einem Amerikaner, durch das Haus geführt und bekamen einen Einblick in die Geschichte von Australien. Das war wirklich spannend,auch wenn ich bestimmt nur die Hälfte verstanden habe, aber das ist die praktische Umsetzung des Gelernten und das ist ja wichtig. Danach bin ich nur noch kurz zum grossen Teich und dann taten mir die Füsse langsam weh und ich habe mich auf den Rückweg zum Circular Quai gemacht um von dort aus wieder die Fähre nach Manly zu nehmen. Die Rückfahrt war noch windiger und darum bin ich dann im Innere gesessen und nicht mehr draussen wie die ganz harten Touristen. Abend gabs noch ein kurzes Briefing von Julie für den nächsten Morgen da ich ihnen an einem der Stände von diesem 50-Jahres-Fest der Schule helfe.
Government House
Main Pond
Am nächsten Morgen nach 10h Schlaf... oh ja ich kann es selber kaum glauben, aber zur Zeit brauche ich den Schlaf so sehr. Nicht mehr wirklich aufgrund des Jetlegs, wohl eher aufgrund des vielen Brainwork wie Julie sagt. Auch das viele Sitzen macht mich müde, das bin ich mich überhaupt nicht mehr gewohnt. So bleibe ich noch kurz im Bett liegen und beantworte die Whats App Nachrichten die ich in der Nacht bekommen habe. Dann gibt es leckere Cereals zum Frühstück bevor ich mich auf den Weg zur Schule mache. Ich hoffe ich habe Julie richtig verstanden und finde nun den Weg alleine. Der Weg ist nicht weit und schon sehe ich die Luftballons und weiss ich bin richtig. Dort angekommen frage ich mich zu Julie vor und sie sucht einen geeigneten Stand für mich. Ich ende am Tombola Stand. Aber das ist nicht so eine Tombola wie wir es kennen, sondern auch eine ganz tolle andere Methode. Jedes Kind musste 1 Glas (Configlas oder Barillasauce oder was auch immer) gefüllt mit Leckereien oder tolle Überraschungen. Diese wurden dann mit Nummern und Farben versehen. Nun gab es eine Mädchenseite und eine Jungenseite. Für 2$ konnte man sich ein Ticket kaufen welches man dann aus einem Sack ziehen musste. Dies hatte eine Nummer in einer Farbe darauf und nun wurde das Geschenk herausgesucht. Mein Job war die Tickets zu verkaufen und die Geschenke herauszusuchen. Das war sehr lustig. Es kamen nicht nur die kleinen Mädchen der Schule, sondern auch deren Mamis oder Grosis. Die waren alle ganz verrückt nach dieser Tombola und nach 2h hatten wir alles verkauft. Alles was an disesem Fest verkauft wurde, ob Kuchen, Rutschbahneintritten oder was auch immer kam der Schule zu gute. Es gab auch einen Ridepass für 20$ bei welchem die Kinder die drei grossen Luftrutschten, zwei Karrusell und den Streichelzoo den ganzen Tag lang benutzen konnten. Nebenbei gab es noch ein Haufen andere Aktivitäten wie Sanbilder herstellen, HulaHoop Ringe werfen, Facepaintings, eine Art Kegeln und und und. Die Feuerwehr war auch noch da und man konnte in das Auto einsteigen, die Feuerwehrmänner alles Fragen. Nur die Sirene durfte zum Leidewesen von Sean dem Sohn meiner Hostfamily, nicht betätigt werden. Es gab auch einige verschiedene Darbietungen von Schülern und Vereinen aus der Umgebung. Ein Irish-Tanz bei welchem auch Sam mitgemacht hat und Bauchtanz, eine Art Kung-Fu und noch andere Tanzdarbietungen.
Tombola: Girls Side
The Rides
Heute  Morgen habe ich wieder ausgeschlafen, dann gabs ein ausgiebiges Frühstück mit Toast, Pancakes und Boiled Eggs. Danach habe ich mir die Theorie zum Writing im FCE zu Gemüte geführt, da ich ja Morgen an allem Probeprüfungen des FCE unter richtigen FCE Bedingungen teilnehmen darf/muss. Am Nachmittag haben wir einen Familienausflug an den Bondi Beach gemacht. Das ist bei wenig Verkehrschaos 40min Auto fahren. Ansonsten etwas mehr. Bondi Beach ist die Copacabana oder der Waikiki Beach von Sydney. Hier gibt es immer im Frühling eine Austellung die nennt sich "Sculptures by the sea". Entlang eines Coastal Walk (Coastal Walk Homepage) vom Bondi Beach zum Tamarama Beach  sind diverse Skulpturen von verschiedenen Künstlern ausgestellt. Natürlich war heute Sonntag und da war sehr viel los, wie man auch auf den Bildern sehen kann. Aber es war einen spannende und tolle Sache. Diesen Walk könnte man auch noch etwas ausdehnen, aber die Kinder waren müde und so haben wir uns wieder auf den Heimweg gemacht. Wir sind vom Clovelly nach Bondi und wieder zurück gelaufen und haben so fast alle Skulpturen sehen können. Es gab ganz lustige wie z.B. "the chilly" eine Chillischote welche auf einem Felsen lag und sie sah aus wie sie chillen würde und sich sonnen. Gelungene Arbeit. Oder auch der Schriftzug "View" auf einem tollen Aussichtspunkt. Das waren so meine Favoriten. Beeindruckend fanden wir alle ein Seil welches sie auf einer bestimmten Höhe über dem Sealevel gespannt haben um darzustellen wie hoch eine Tsunamiwelle sein könnte. Das war auch etwas beängstigend. Zwischendurch haben wir es uns auf den Steinen bequem gemacht und Lunch gegessen. Leckere Ham-Lettuce-Tomato-Cheese Sandwiches :) Nebenbei habe ich einige kleine freilebende Papageien gesehen, nur leider waren diese viel zu schnell für mich und ich habe es nicht geschafft ein Foto zu machen. Mein Blick war auch oft nicht auf den Skulpturen sondern auf das Meer gerichtet, da man hier sehr gut und sehr weit sieht. Doch leider habe ich keinen der Buckelwale entdeckt die hier vorüberziehen. Das Glück war mir nicht hold. Wenn das so bleibt muss ich doch noch eines der Tourischiffe besteigen für ein Whale-Watching. Denn ich möchte diese Tiere sehr gerne mal sehen.
Clovelly

Bondi Beach
too crowded

smile

knot standing


Eine Lektion im Namenabkürzen/ändern, was eine der Lieblingsbeschäftigung der Australier ist, habe ich nun auch bekommen. Der Sohn meiner Hostfamily heisst Sean wird aber Seany gerufen oder die Tochter welche Samantha heisst wird Sam oder Samy gerufen. Natürlich ist das bei meinem langen Namen auch angekommen und sie nennen mich nun Benny oder in der Schule die einte Lehrerin sogar Börnie. Na alles zum Glück altbekannt und so ist es hier schon fast wie zu Hause. Übrigens ist nun die Zeitdifferenz zu euch noch viiiel Grösser, da ihr nun die Zeitumstellung hattet. Ab jetzt bin ich 10 Stunden vor euch. Gute Nacht!
Liebe Grüsse aus Sydney

Kommentare:

  1. Tolle Bricht - isch jedes Mol mega spannend zum alles lese! Grüessli Patricia

    AntwortenLöschen
  2. :) das hani au grad dänkt, isch lässig und spannend zum läsä. gnüsses chlini :)

    AntwortenLöschen